"Der Schatz der Ostsee"
Bayerischer Schülerwettbewerb 2010/11
"Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn - Wir in Europa"


Beste Darstellung mit 1024 x 768 Pixel

Vorwort

 

 




Inhalt:

Vorwort
Organisatorisches
 
allgemeine Hinweise
aktuelle Hinweise Kontakt
Rückblick 
Karte und Bilder
Der Wettbewerb:
- Altersstufe 1  
- Altersstufe 1 S  
- Altersstufe 2 
- Altersstufe 2 S  
- Altersstufe 3 
- Altersstufe 3 S  
- Altersstufe 4 
- Altersstufe 4 S

Kreativwerkstatt: 
- Literatur  
- Musik  
- Kunst

- Land und Leute
Umsetzung:
- Tipps für Lehrer

Downloadbereich:
- PDF-Dateien

Links:
- Textheft + Wandzei.
- Linkliste
- Früherer Wettbewerb

 
(2002/03)
- Früherer Wettbewerb
  (2004/05)
- Früherer Wettbewerb
  (2006/07)
- Früherer Wettbewerb

  (2008/09)


„Der Schatz der Ostsee“ – wer denkt beim dies-jährigen Thema des Wettbewerbs „Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn“ nicht sofort an das sagenumwobene Bernsteinzimmer, dessen Schicksal seit seinem Verschwinden aus dem Zarenpalast von Zarskoje Selo in den Wirren am Ende des Zweiten Weltkriegs Schatzsucher und Forscher gleichermaßen fasziniert?

Das Bernsteinzimmer und sein Schicksal stehen dabei durchaus beispielhaft für die Geschichte der südlichen Ostseeanrainer. In Berlin für den „König in Preußen“ geschaffen, als Geschenk an Zar Peter den Großen nach Sankt Petersburg gebracht und dort erweitert, zeigt das Zimmer den leben-digen Austausch von Gütern und Kultur, der jahr-hundertelang die südliche Ostseeregion prägte.

Hier verstanden es die Völker, friedlich neben- und miteinander zu leben: Bereits der Kaufmannsbund der Hanse entwickelte ein Wirtschaftssystem, das grenzübergreifenden Handel ermöglichte und zur wirtschaftlichen Blüte der gesamten Region führte. Und ein bedeutender Aufklärer wie der Königs-berger Immanuel Kant trug mit seinen Ideen maßgeblich zur Entwicklung des modernen Europas bei.

Auf der anderen Seite steht das Bernsteinzimmer aber auch für die dunklen Seiten der Geschichte der Ostseestaaten: Während der Belagerung Leningrads von Deutschen als „Beutekunst“ nach Ostpreußen geschafft und bei der Zerstörung Königsbergs im Winter 1945 verloren, zeigt das Bernsteinzimmer auch, wie die Region und ihre Bevölkerung unter Unterdrückung, Krieg und Vernichtung in Zeiten extremistischer Ideologien zu leiden hatten.

Mit dieser wechselhaften und vielfältigen Geschichte der südlichen Ostseeregion bringt der diesjährige Landeswettbewerb „Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn“ die Wettbewerbs-teilnehmer intensiv in Kontakt. Die Schülerinnen und Schüler haben schulartübergreifend die Chance, eine Region zu erkunden, die nach dem Ende des Kalten Kriegs heute wieder ihre Heimat in einem friedlichen und vereinten Europa gefunden hat – eine Region, deren Vergangenheit die Geschichte des gesamten Kontinents widerspiegelt und die somit einen reichen Schatz an Erfahrungen und Erkenntnissen birgt.

Ich wünsche allen Teilnehmerinnen, Teilnehmern und betreuenden Lehrkräften viel Freude und Erfolg bei der Hebung dieses interessanten Schatzes!

München, im Juli 2010

Dr. Ludwig Spaenle
Bayerischer Staatsminister
für Unterricht und Kultus

 

„Der Schatz der Ostsee“ – Bereits der Titel des diesjährigen Wettbewerbs „Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn“ 2010/2011 deutet auf die europäische Dimension des Themas hin, denn mit dem Beitritt Polens, Estlands, Lettlands und Litauens zur Europäischen Union verbindet das „Baltische Meer“ Anrainer, die sich einerseits neu orientieren, andererseits wieder anknüpfen an kulturelle und wirtschaftliche Gemeinsamkeiten und bereichernde Wechselwirkungen im Laufe der Jahrhunderte.

Der Blick zurück ist notwendig, denn er hilft uns bei der Gestaltung der Gegenwart und der Zukunft. Dieser Wettbewerb ruft Schülerinnen und Schüler dazu auf, Selbstwahrnehmung und Fremdwahr-nehmung in wechselseitigem Verständnis für eine friedliche gemeinsame Zukunft in Europa fruchtbar zu machen. Europa wächst von unten, von den Menschen her, zusammen. Dazu leistet der Wettbewerb einen wertvollen Beitrag.

Er kann auf eine über 30jährige Tradition mit großer Beteiligung zurückschauen und hat sich in den letzten Jahren nicht nur inhaltlich, sondern auch von den Teilnehmern her zu einem wahrhaft europäischen, grenzüberschreitenden Wettbewerb entwickelt: Es beteiligten sich neben den bayerischen Schulen auch tschechische, polnische, rumänische Schulen. Außer den Lösungen der Wettbewerbsaufgaben wurden insbesondere interessante, bi-, sogar trilaterale Projekte eingesandt. Polnische Schüler stellten beispielweise in deutscher Sprache Kultur und Bräuche verschiedener Bevölkerungsgruppen in Rumänien vor. Über Sprachgrenzen hinweg beschäftigte man sich in vielfältigen Darstellungs-formen mit Böhmen, Schlesien oder Siebenbürgen und es zeigte sich eine rege Teilnahme aus-ländischer Schülerinnen und Schüler, auch dann, wenn das eigene Land gerade nicht Themen-schwerpunkt war. Zum Teil wurde über Schul- und Städtepartnerschaften grenzüberschreitend gearbeitet. Begegnungen bei den Abschluss-veranstaltungen ließen Freundschaften auf persönlicher oder schulischer Ebene entstehen.

Aus meiner täglichen politischen Arbeit als Bayerische Europaministerin weiß ich, welche Bereicherung der interkulturelle Austausch und der Blick über nationale Grenzen hinweg darstellen. In diesem Sinne wünsche ich allen am diesjährigen Wettbewerb teilnehmenden Schülern und Lehrkräften sowie dem bayerischen Schülerwettbewerb insgesamt ein gutes Gelingen und weiterhin viel Erfolg auf diesem völkerverbindenden Weg.

München, im Juli 2010




Emilia Müller
Bayerische Staatsministerin
für Bundes- und Europaangelegenheiten