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Bayerischer Schülerwettbewerb 2004/05 "Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn" |
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Inhalt: Vorwort Links:
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Überall findet man Straßen, die nach mehr oder weniger bedeutenden Persönlichkeiten benannt sind. Hinter jedem dieser Namen versteckt sich auch eine Geschichte, die sich aus zahlreichen Erinnerungszeichen zusammensetzt. Aufgabe des diesjährigen Wettbewerbs ist es, die Geschichte oder die Geschichten zu erkunden, die Straßennamen erzählen.
Geht den Erinnerungszeichen nach, die außer dem Straßenschild übriggeblieben sind. Ihr findet Hinweise und Spuren in Büchern und alten Zeitungen, in Archiven und Museen, in der Erinnerung von Menschen, die Klara Wildmoser vielleicht noch gekannt haben, in Ihrem Geburtshaus, an ihrem Grab ... In
fast jedem Dorf und jeder Stadt Bayerns finden wir in den Straßennamen
Hinweise auf Frauen und Männer, deren Leben und Werk interessant, kurios
oder sogar bedeutend war. … Straßennamen verweisen auf Geistliche und Bürger, auf
Adlige und Bauern, auf Feldherrn und Widerstandskämpfer, Unternehmer und
Gewerkschaftsführer. Manche sind heute noch bekannt, viele aber bereits
vergessen. Ihr könnt sie wieder entdecken und ihre Lebensgeschichte neu
erzählen.
Erinnerungszeichen finden Wenn du aufmerksam durch deinen Heimat- oder Schulort gehst und die Straßenschilder betrachtest, so wirst du immer wieder auf Namen stoßen, die dir erst einmal wenig oder gar nichts sagen. An dieser Stelle könnte deine Erkundungen beginnen. Viele der Frauen und Männer, deren Namen wir auf Straßenschildern finden, haben auch noch andere Spuren hinterlassen:
All
diesen Erinnerungszeichen kann man nachgehen und versuchen, Namen, denen
man vielleicht täglich begegnet, eine Geschichte zu geben. Hilfen bei der
Spurensuche bieten Ortschroniken und Stadtgeschichten, Lexika und
vielleicht das Internet.
Wichtige
Tipps und Hinweise, wie ihr bei eurer Arbeit am besten vorgeht … Wie
bei jeder Forschungsarbeit empfiehlt es sich auch für euch, bestimmte
Arbeitsschritte zu beachten. Dies hilft, manchen Irrweg und manche Enttäuschung
zu vermeiden.
Thema suchen - Diskutieren, stöbern, schauen und nachfragen
Nur
selten wird euch sofort einfallen, was zu einem der vorgegebenen
Themenbereich erforscht werden könnte. Meist werdet ihr euch gründliche
Gedanken darüber machen müssen, welche Spuren die Personen und
geschichtlichen Ereignisse in der näheren Umgebung hinterlassen haben.
Ein guter Weg ist es, in der Klasse oder in der Arbeitsgruppe alle Einfälle
zu dem gewählten Themenbereich zu notieren. Anregungen kann man auch aus
der Durchsicht lokalgeschichtlicher Bücher und beim Durchstreifen der
Gegend gewinnen. Sucht ihr mit offenen Augen nach Zeugnissen der
Geschichte, werden euch vielleicht Dinge und Zusammenhänge auffallen, an
denen ihr bisher achtlos vorübergegangen seid. Experten wie Lehrerinnen,
Lehrer, Mitglieder eines Geschichtsvereins, Heimatpfleger oder Zeitzeugen
können weiterhelfen. Bei ihnen solltet ihr Rat und Hilfe suchen. Wenn ein
Thema gefunden wurde, heißt es nicht sofort: „Mit voller Kraft
voraus!“ Einer erfolgreichen Bearbeitung können vielerlei Hindernisse
entgegenstehen: Das Thema erweist sich als zu umfangreich, Quellen und
Materialien sind nicht vorhanden oder nicht zugänglich, entsprechende
Zeitzeugen stehen nicht zur Verfügung usw. Durch eine Vorrecherche muss
das Thema abgeklopft und ausgelotet werden. Erst dann kann die endgültige
Entscheidung getroffen werden, ob eine Bearbeitung mit berechtigter
Aussicht auf Erfolg begonnen werden kann.
Arbeit
planen - Termine, Arbeitsschritte, Aufgabenverteilung, Hilfen
Für
eine Spurensuche und die entsprechende Darstellung der Ergebnisse braucht
man Zeit. Schule und Hobbies müssen berücksichtigt werden. Planung ist
also ganz wichtig. Falls ihr in einer Gruppe arbeitet, müssen
Aufgabenbereiche festgelegt, Ziele gesteckt und Besprechungstermine
eingeplant werden. Günstig ist es auch, eine Betreuungsperson (z.B. eine
Lehrkraft) zu gewinnen, die hilft, wenn ihr in eine Sackgasse geraten
seid, und die euch berät. Hilfestellung leisten auch Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter in Museen, Bibliotheken, Archiven und Geschichtsvereinen.
Recherchieren
- Material und Informationen sammeln
Dieser
und der nächste Arbeitsschritt lassen sich mit der Arbeit eines Detektivs
vergleichen. Das Suchen nach Spuren und Informationen kann an vielen Orten
erfolgreich sein: zum Beispiel in Bibliotheken, Archiven, Behörden
(Standesamt), heimatgeschichtlichen Sammlungen, Museen, Ausstellungen, im
Internet, Familienalbum, oder bei Geschichtsvereinen. Es gehört
auch Fantasie dazu, die vielfältigen Quellen aufzuspüren, die
Informationen über Vergangenes enthalten, zum Beispiel Bücher,
Zeitungen, Akten, Sachzeugnisse (Denkmäler, Gedenktafeln, Bauwerke etc.),
Bilder, Fotos, Filme. Wichtig ist es, sich alle Fundstellen genau zu
notieren und die Informationen korrekt zu erfassen.
Materialien
und Informationen auswerten - Auf die Fragen kommt es an
Die
entdeckten Quellen geben ihre Informationen nicht gleich preis. Mit den
richtigen Fragen müssen den „stummen“ Zeugnissen der Vergangenheit
Informationen entlockt werden. Manche Antworten werden auch neue Fragen
mit sich bringen. Die gewonnenen Aussagen müssen interpretiert und an den
Ergebnissen anderer Forschungen überprüft werden. So entsteht in Laufe
eurer Arbeit ein immer geschlosseneres Bild der Vergangenheit.
Darstellung
und Dokumentation - Ergebnisse ansprechend präsentieren
Nicht
erst am Ende der Arbeit solltet ihr beginnen, euch Gedanken über die
Darstellung der Ergebnisse zu machen. Wisst ihr nämlich schon beizeiten,
wie ihr das Ergebnis präsentieren wollt, so könnt ihr während eurer
Nachforschungen schon gezielt auch Material hierfür sammeln. Als mögliche
Formen der Darstellung stehen zur Verfügung: schriftliche Arbeit -
Fotodokumentation - Videofilm - Hörspiel (z.B. aus Zeitzeugeninterviews)
- Collage aus Text und Bild - Ausstellung - Modell (z.B. Rekonstruktion
eines Bauwerks) - Präsentation auf Diskette oder CD-ROM (etwa ein
historisches Spiel) - Internetseiten auf dem Schulrechner und auf Diskette
oder CD-Rom. Je nach dem, welche Form ihr wählt, müsst ihr Material
sammeln. Die geleistete Arbeit kommt nur dann richtig zur Geltung, wenn
sie durch optischen Eindruck, Aufbau und Inhalt überzeugt. Wichtig sind
in diesem Zusammenhang: Reflektieren
- Nachdenken über das Vorgehen und das Ergebnis
Nicht erst beim Abschluss der Arbeit solltet ihr euch über die angestrebten Ziele, die beschrittenen Wege und die erzielten Ergebnisse Rechenschaft ablegen. Dabei kann ein Arbeitstagebuch helfen, in dem alle Arbeitsschritte festgehalten werden. Die Auswertung in Form eines Arbeitsberichts sollte deutlich machen, welche Erkenntnisse gewonnen wurden und welche Wege günstig und ertragreich waren. Gleichermaßen sollte aber auch dargelegt und begründet werden, welche Probleme nicht gelöst, welche Fragen nicht beantwortet und welche Ziele nicht erreicht werden konnten. Das klare Aufzeigen noch offen gebliebener Fragen mindert nicht den Wert eurer Arbeit, im Gegenteil!
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