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Bayerischer Schülerwettbewerb 2004/05 "Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn" |
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Inhalt: Vorwort Links: |
„Hallo! Du hast mich bestimmt sofort erkannt! Richtig! Ich bin der allseits gefürchtete Räuber Hotzenplotz! Meine Abenteuer mit Kasperl und Seppel sind vielen jungen Lesern auf der ganzen Welt bekannt. Wie ich aber zu meinem Namen kam, wissen allerdings die wenigsten. Nun, das hat vor allem mit meinem Schöpfer, einem berühmten Kinderbuchautor, zu tun.“ 1. Wie heißt dieser Kinderbuchautor? (Vor- und Nachname) „Hotzenplotz
ist in Wirklichkeit ein kleiner Ort im Nordosten der Tschechischen
Republik. 2.
Male
in der Europakarte (auf dem Antwortbogen) Deutschland mit roter Farbe,
4. Wie heißen die Deutschen, die bis vor etwa sechzig Jahren in den Randgebieten der Tschechischen Republik lebten? Lass dir zur Beantwortung dieser Frage von deinen Eltern oder Großeltern oder aber von deiner Lehrerin oder deinem Lehrer helfen! 5. Wie
viele Einwohner hat die Tschechische Republik? (Auf Millionen gerundet) „Herr
Preußler wurde am 20. Oktober 1923 in Liberec geboren.“ 6. Wie
heißt diese Stadt auf Deutsch? Sieh dir die Karte auf der letzten Seite
dieses Heftes „Herr
Preußler liebt dieses Land und die Geschichten über dieses Land, die ihm
von seiner Oma Dora erzählt wurden. Na, und deshalb ist es auch nicht
weiter verwunderlich, dass er mir den Namen eines Ortes in seiner Heimat
gab: Hotzenplotz! Ein ziemlich witziger Name noch dazu. Findest du nicht
auch? Besonders gefallen Herrn Preußler die volkstümlichen Erzählungen, Märchen und Sagen aus seiner Heimat. Sie dienten ihm als Vorbild für viele seiner weiteren Märchengestalten. Eine dieser Sagen möchte ich dir hier erzählen: Sage
von den Wassermännern Als
es in Böhmen und Mähren [das sind die zwei größten Landesteile der
Tschechischen Republik] noch viele umfangreiche Fischteiche gab, hatten
dort zahlreiche Wassermänner mit ihren Familien ihren Sitz aufgeschlagen.
Von den anderen Landesbewohnern unterschieden sie sich dadurch, dass sie
von kleiner Statur waren, ungefähr von der Größe eines zehn- bis zwölfjährigen
Kindes. An ihren Kleidern hatten sie einen drei Finger breiten nassen
Saum. Der Älteste von ihnen zeichnete sich noch durch ein grünes Röckchen,
eine gelbe Hose und ein rotes Käppchen aus. In ihre Wohnungen hinab führten
Stiegen. Und wollte einer der Wassermänner hinein, so schlug er mit einer
Rute dreimal auf das Wasser, worauf die Stiegen sichtbar wurden. Sie führten
zunächst zu einem kunstreich gearbeiteten Tor, das sich ohne
Schwierigkeiten öffnen ließ. Die Wohnungen am Grunde der Teiche waren
groß und schön und von prächtigen Gärten umgeben. Auf den Bäumen
hingen goldene Früchte. An manchen Tagen konnte es einem Vorübergehenden
passieren, dass er mit einer goldenen Frucht beschenkt wurde.“ 7. Welche
der Geschichten von Herrn Preußler ist wohl aus dieser Sage oder ähnlichen
Sagen „Noch eine andere Geschichte möchte ich dir erzählen: Bertha
von Rosenberg verbrachte ihre glücklichen Jugendjahre im Schloss ihres
Vaters in Krummau [einer Stadt im Südwesten der Tschechischen Republik].
Nachdem sie herangewachsen war, hielten viele Bewerber um die Hand der
Tochter des mächtigen Herren an. Ihr Vater vermählte sie gegen ihren
Willen mit Johann von Liechtenstein, einem gestrengen und mächtigen
Herren. Für die feine und gutherzige Bertha begann an seiner Seite ein
von Leiden erfülltes Leben. Es gab keine Hilfe für sie, denn die
damaligen Sitten erlaubten nicht, dass eine Ehefrau ihren Ehemann verließ,
auch wenn er sie grausam behandelte. Erst der Tod von Berthas Mann brachte
ihr die Erlösung von ihren Qualen. Mit Freude kehrte sie auf die väterliche
Burg zurück und wurde zum guten Geist und zur Verteidigerin aller
Leidenden. Doch schon bald ereilte sie selbst der Tod. Dies war ein
schmerzhafter Schlag nicht nur für die Rosenberger Herren, sondern auch für
die Armen der ganzen Herrschaft. Sie hörten nicht auf, ihr nachzuweinen,
und bald konnten sie Bertha in ihren Träumen sehen. Die Weiße Frau, wie
sie genannt wurde, erschien fortan in zahlreichen Rosenberger Burgen in
einem wallend weißen Gewand, mit einem großen Schlüsselbund an ihrem Gürtel.
Ihr Lachen bedeutete künftiges Glück für das Haus. Erschien sie jedoch
ganz in schwarz gekleidet und war ihr Gesicht trauerverschleiert,
bedeutete es kommendes Unglück oder Tod. 8.
Für welche seiner Geschichten könnte die Sage von der Weißen Frau
Vorbild gewesen sein? „Der Ort, in der die Gestalt aus der Geschichte wohnt, heißt Eulenberg und auch diesen Ort gibt es – wen wundert’s – in Herrn Preußlers Heimat wirklich. Auf Tschechisch heißt er heute Sovinec. 9. Wie heißt aber die Burg in dieser Geschichte? 10. Und wie heißt der beste Freund der Titelfigur? „Du
kennst bestimmt aber auch noch andere Figuren aus Herrn Preußlers Kinderbüchern!“ 11. Wie
heißen die Figuren auf den folgenden Bildern?
12. Bestimmt
weißt du auch, … 13.
Du kannst mir bestimmt sagen, wie der Freund des Mannes auf Bild B
heißt! 14. Na, und dann weißt du sicher auch, was der Herr von Bild C ein bisschen konnte!
15. Wie heißt dieser Berggeist? Von
1939 bis 1945 gab es einen schrecklichen Krieg – den Zweiten Weltkrieg.
Du hast von deinen Großeltern vielleicht schon einiges über diese
schlimme Zeit erfahren. Dieser Krieg, der von Deutschland begonnen wurde,
brachte viel Leid über die Menschen in Europa und auf der ganzen Welt.
Gerade unsere Nachbarvölker, die Polen und die Tschechen, hatten sehr
unter diesem Krieg zu leiden. Auch Herr Preußler musste 1942 als
deutscher Soldat in den Krieg ziehen und gelangte 1944 in russische
Kriegsgefangenschaft. Erst fünf Jahre später wurde er aus dieser
Gefangenschaft entlassen. Er konnte aber nicht nach Hause – nach
Reichenberg (Liberec) – zurückkehren, weil die allermeisten Deutschen
nach dem Ende des Krieges aus ihrer Heimat in der Tschechoslowakei (der
heutigen Tschechischen Republik) vertrieben wurden. So gelangte er in die
Gegend von Rosenheim, wo sich seine Familie nach ihrer Vertreibung
niedergelassen hatte.
Trotz oder gerade wegen seines schlimmen Schicksals bemüht sich Herr Preußler aber stets darum, zu einer Versöhnung zwischen Deutschen und Tschechen beizutragen. Fast alle seiner Kinderbücher wurden auch ins Tschechische übersetzt und machen tschechischen Kindern heute genauso viel Freude wie ihren deutschen Altersgenossen. Er selbst übersetzte aber auch ein tschechisches Kinderbuch ins Deutsche.“ 16. Wie heißt dieses Buch, bei dem ein sprechender Kater die Hauptfigur ist? „So,
nun hast du, glaube ich, eine ganze Menge über Herrn Preußler, mich, den
Räuber Hotzenplotz und seine anderen Märchenfiguren erfahren.“
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