"Blick zum Himmel"
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Der Ostseeraum ist die Geburtsstätte einer Vielzahl wissenschaftlicher und kultureller Errungenschaften, die das heutige Denken und Leben beeinflussen. Ein Beispiel stellt das Universalgenie Nikolaus Kopernikus dar, der mit seinen astronomischen Beobachtungen die Vorstellung des damaligen Weltbildes revolutionierte. Daneben prägte der Deutsche Orden ganz wesentlich den Ostseeraum. Anders als die geistigen Größen versuchte er durch Missionierung und Sendungsbewusstsein ein geistliches Stück Himmel auf Erden zu verbreiten.
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Im 15. Jahrhundert wird in Westpreußen der Astronom und Mathematiker Nikolaus Kopernikus geboren, der insbesondere aufgrund seiner astronomischen Forschungen berühmt geworden ist. So führten im 16. Jahrhundert seine Beobachtungen zu einem Wandel der Vorstellung des Weltbildes: weg vom geo- zentrischen hin zum heliozentrischen Weltsystem.
2.1.
a) Wo und wann wurde Kopernikus geboren?
b) An welcher Universität im Königreich Polen studierte Kopernikus Astronomie?
c) Ordne der Darstellung des Weltbildes den richtigen Begriff zu.
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Archäologen fanden 2005 die sterblichen Überreste von Nikolaus Kopernikus. Eine DNA-Analyse bestätigte die Vermutungen, und Polizeiexperten konnten anhand des gefundenen Schädels das Gesicht des Toten rekonstruieren.
2.2. Wo wurden die sterblichen Überreste des Astronomen am 22. Mai 2010 wieder bestattet?
2.3. Für welche bayerische Ruhmes- und Ehrenhalle wurde 1807 eine der ersten Kopernikus-Büsten angefertigt?
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Nicht weit von der gesuchten bayerischen Ruhmes- und Ehrenhalle befindet sich das Sterbehaus eines weiteren wichtigen Astronomen, der am 27.12.1571 in Weil der Stadt (in der Nähe von Stuttgart) geboren wurde und am 15.11.1630 verstarb. Der gesuchte Astronom war ein Anhänger des kopernikanischen Weltbildes.
2.4.
a) Wie heißt der Astronom?
b) In welcher bayerischen Stadt befindet sich das Sterbehaus?
c) Heutige Raumsonden navigieren nach den Lehrsätzen, die vom gesuchten Forscher entwickelt wurden. Was beschreiben diese Gesetze?
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Neben diesen beiden Himmelsforschern zählte auch Johannes Hevelius (1611 – 1687) zu den bedeutendsten Astronomen seiner Zeit.
2.5.
a) In welcher Stadt wurde er geboren?
b) Bekannt wurde er mit seinen Karten eines Himmelskörpers. Um welchen handelt es sich?
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In den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Deutschen Orden und Polen vertrat Kopernikus die Seite des Preußischen Bundes, welcher mit Polen gegen den Deutschen Orden verbündet war. Im sogenannten Reiterkrieg (1520) unterstützte Kopernikus die Verteidigung einer Stadt gegen die Ordensritter.
2.6.
a) Wie hieß die Stadt? (Deutscher und polnischer Name)
b) In dieser Stadt wurde im Jahr 2000 vor allem mit Geldern des Freistaates Bayern ein deutsch-polnisches Begegnungszentrum als Brücke zwischen den Nationen errichtet. Wie heißt es? |
Während des dritten Kreuzzugs gründeten deutsche Kaufleute in Palästina eine Bruderschaft, die sich zunächst nur der Krankenpflege widmete. 1199 beauftragte Papst Innozenz III. diese Bruderschaft zusätzlich mit dem Kampf gegen die Heiden. Damit war der Deutsche Orden als Ritterorden entstanden, der die traditionellen Mönchsgelübde Armut, Keuschheit und Gehorsam mit der Pflicht zu „Heidenkampf“ und „militärischem Pilgerschutz“ verband.
2.7. Wo und wann wurde die geistliche Bruderschaft gegründet?
Die Ordensritter trugen einen weißen Mantel, auf dem sich ein schwarzes Symbol befand.
2.8. Um welches Symbol handelte es sich?
Der Orden fasste auch im deutschsprachigen Raum und über diesen hinaus schnell Fuß. Herzog Konrad von Masowien rief 1225 den Deutschen Orden gegen einen heidnischen baltischen Volksstamm zu Hilfe. Als Belohnung erhielt er das Kulmer Land, wodurch der erste Schritt zur Gründung des Deutschordensstaates erfolgte.
2.9.
a) Um welchen baltischen Volksstamm han-delte es sich?
b) Aus diesem Namen wurde die Bezeich-nung für ein späteres deutsches König-reich abgeleitet, welches?
Bereits vor dem Deutschen Orden kamen im Zuge der Christianisierung und Kolonisierung im 12. Jahrhundert u.a. auch ritterliche Kreuzfahrer (Angehörige des Schwertbrüderordens) nach Livland. Das ist die mittelalterliche Bezeichnung für ein Gebiet im Baltikum.
2.10. Zu welchen Ländern gehört das Gebiet heute?
1237 vereinigten sich die Mitglieder des Schwertbrüderordens mit dem Deutschen Orden.
2.11. In welcher Stadt an der Nogat residierte der Hochmeister des Deutschen Ordens?
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Ruine einer Ordensburg bei Sigulda
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Der Kampf gegen die Heiden und die Staatengründung waren die zentrale Aufgabe des Deutschen Ordens. Dadurch entstand eine Vielzahl von Städten.
2.12. Ordne den Jahreszahlen die Städtenamen zu:
a) 1231 1) Marienwerder / Kwidzyn
b) 1233 2) Elbing / Elblag
c) 1233 3) Kulm / Chelmno
d) 1237 4) Thorn / Torun
Der Deutsche Orden, der während des 15. und beginnenden 16. Jahrhunderts deutlich an Einfluss verlor, ist heute vorwiegend in der Pfarrseelsorge tätig und durch seine Deutschordenswerke Träger zahlreicher sozial-caritativer Einrichtungen im Bereich der Alten-, Behinderten-, Sucht- und Jugendhilfe. Die Mitglieder des Ordens leben derzeit in Niederlassungen (Konventen).
2.13. Drei dieser Konvente befinden sich in Bayern. Wie heißt der südlichste Konvent?
Neben den Gilden, in denen die Kaufleute einer Stadt organisiert waren, gewannen überregionale Bünde immer mehr an Bedeutung, weil sie für Sicherheit auf den Handelsrouten sorgten.
Einer dieser Bünde war ein Zusammenschluss west- und norddeutscher Fernkaufleute, der überwiegend Seehandel betrieb. Im Zuge der deutschen Ostsiedlung von der Mitte des 12. bis zum 14. Jahrhundert verlagerte sich der Schwerpunkt der Handelsbeziehungen in den Ostseeraum.
2.14. Wie wurde dieser mittelalterliche Bund bezeichnet?
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illustrierte Handschrift
des Hamburger
Stadtrechts von1497
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Im Laufe der Zeit entwickelte sich aus dem Kaufmannsbund ein Städtebund, zu dessen Kern ca. 70 meist deutsche Städte gehörten, weitere 130 Städte standen in lockerer Verbindung dazu. Eine bedeutende Stadt im Ostseeraum, die an der Mündung der Düna liegt und von Kaufleuten einer Stadt an der Weser gegründet wurde, trat 1282 der Handelsgemeinschaft bei.
2.15. Beide verbindet heute eine Städtepartnerschaft. Wie heißen sie?
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Im 15. bzw. 16. Jahrhundert ging der Einfluss der oben gesuchten Vereinigung zurück. Allerdings verweisen auch heute noch Namen und Autokennzeichen einiger norddeutscher Städte auf den kaufmännischen Bund des Mittelalters. Zwei dieser Städte haben das Autokennzeichen HL und HRO.
2.16. Suche zu den Autokennzeichen die jeweilige Stadt.
Die Entwicklung eines neuen Kriegs- und Handelsschiffstyps im 13. Jahrhundert trug wesentlich zum
großen Erfolg der Handelsgemeinschaft bei. Die deutlich erhöhte Tragfähigkeit des Schiffes lag
zwischen 100 und 300 t.
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2.17.
Wie wird dieser Schiffstyp genannt? |

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Auf unzähligen Fahrten der Handelsschiffe kamen Ziegelsteine sogar aus Holland nach Norddeutschland und in den Ostseeraum. Sie dienten als Schiffsballast und führten zu einer speziellen Bauweise der Gotik. Charakteristisch sind hohe, in den Himmel ragende Spitzbögen und Strebepfeiler, die wie ein mahnender Finger auf diese Epoche der Versinnbildlichung der christlichen Welt hinweisen.
2.18. Wie nennt man diese spezielle Bauweise?
Nicht für den Geist sondern für den Magen sind die Produkte der Honigkuchen- und Lebkuchenbäckereien in der Geburtsstadt von Nikolaus Kopernikus. Besonders bekannt sind einfache Lebkuchen, die man am Namenstag der hl. Katharina (25.11.) zu backen beginnt. Sie werden mit einer typischen Form aus dem Teig gestochen und nach dem Backen mit einem Zucker- oder Schokoladenguss überzogen (Rezept auf unseren Webseiten).
2.19.
a) Wie nennt man dieses spezielle Gebäck?
b) Was ist nicht Bestandteil dieses Naschwerks?
1) Mehl 2) Zucker 3) Haselnüsse
4) Butter 5) Honig 6) Rum
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Rezept unter Download  |
Die Backzeit beträgt zwanzig Minuten bei 180°C. Ein berühmter deutscher Physiker und Erfinder von Messinstrumenten, der in Danzig geboren wurde, hätte nicht die Einheit °C für die Temperatur verwendet, sondern °F. In den Vereinigten Staaten von Amerika ist diese heute noch üblich.
2.20.
a) Wie heißt dieser Physiker?
b) Wie lautet der Name seiner Geburtsstadt in der ortsüblichen Sprache?
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Ein weiterer bekannter Physiker, der in Königsberg geboren wurde, hielt ebenfalls Einzug in die Physikbücher der höheren Schulen. Er hat sich besonders um die Elektrizität verdient gemacht. Bekannt sind seine Regeln über den Zusammenhang von Strom, Spannung und Widerstand in verzweigten Stromkreisen. Er entdeckte zusammen mit Robert Bunsen die Spektralanalyse, ein optisches Verfahren, das wiederum eine Grundlage der modernen Astronomie ist.
2.21.
a) Wie heißt dieser Physiker?
b) Was beobachtet man in der Astronomie?
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Nicht der Blick in den Weltraum beschäftigte den Unternehmer Moritz Becker, sondern der Blick in die Tiefen der Ostsee und das angrenzende Land. Er trieb den maschinellen Abbau des „Goldes der Ostsee“ voran. Die Bernsteinbaggerei im Kurischen Haff, auf der Kurischen Nehrung und auf der Halbinsel Samland nahm ständig zu. 1875 genehmigte man sogar Bergwerke, die bis in unsere Tage Gewinn bringend betrieben werden.
2.22.
a) Was bezeichnet man als Gold der Ostsee?
b) Wie nennt man die Schicht, die das „Gold der Ostsee“ verbirgt?
(1) Blaue (2) gelbe (3) grüne (4) rote Erde
c) Um welches Material handelt es sich bei diesem „Gold“?
(1) Spezielle Kieselsteine
(2) Versteinertes Harz früherer Nadelwälder
(3) Sedimentgestein
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Nach einem kräftigen, durch Sturm hervorgerufenen Wellengang findet man am Strand der Ostsee dieses „Gold“. Sammler müssen jedoch sehr darauf achten, das „Gold der Ostsee“ nicht mit einem gefährlichen, leicht entzündlichen Material zu verwechseln.
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2.23.
a) Auf welcher bekannten Insel liegt der Ort „Zinnowitz“?
b) Um welches Material handelt es sich?
c) Aus welcher Zeit stammt es?
Wie anfangs schon erwähnt, sind die Länder an der Ostsee nicht nur reich an „Gold“, sondern auch an Persönlichkeiten. Alle wichtigen Namen aufzuführen, würde diesen Rahmen sprengen. Deshalb zum Abschluss eine kleine Auswahl.
2.24.
Ordne zu:
a) Ferdinand Schichau 1) Humorist
b) Emil Adolf Behring 2) Politiker
c) Heinz Erhard 3) Schauspieler
d) Udo Lattek 4) bildender Künstler
e) Käthe Kollwitz 5) Fußballtrainer
f) Siegfried Lenz 6) erster Nobelpreisträger für Medizin
g) Rainer Barzel 7) Schriftsteller
h) Armin Müller-Stahl 8) Erbauer des ersten deutschen Ganzstahl-Schiffes |
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