Wer das Bernsteinzimmer sucht, sollte auch ein wenig mehr über den Stein wissen, der der ganzen Küste den Namen gab und über einige Ereignisse, die sich dort abspielten. Bernstein findet man nicht nur zufällig beim Spaziergang am Meer.
3.5.
a) Was ist Bernstein?
b) Welche Besonderheit von wissenschaftlichem Interesse zeichnet manche Bernsteinfunde aus?
c) Wie heißt die Gesteinsschicht, in der der Bernstein zu finden ist?
d) Wie wurde Bernstein unweit von Königs-berg/Kaliningrad an der Küste bis vor wenigen Jahren industriell gefördert?
e) Wie lautet die deutsche Bezeichnung des heute russischen Ortes Jantarny, wo eine
der weltweit bedeutendsten Förderstätten liegt und wo in Spitzenzeiten bis zu 600 t
Bernstein jährlich gefördert wurden?
Dieser Ort erlangte eine traurige Berühmtheit durch ein Massaker, das sich 1945 im Zuge der Auflösung der KZs durch die SS ereignete. Dabei wurden einige Tausend KZ-Häftlinge durch die Winterkälte in Richtung dieses Ortes getrieben, die meisten davon jüdische Frauen aus Ungarn, der Ukraine und Polen.
3.6. a) Wie hieß das etwa 40 km östlich von Danzig liegende KZ?
Mehr als die Hälfte von ihnen kam schon auf dem Weg dorthin um.
3.6. b) Wie werden solche Deportationen von KZ-Häftlingen, die in der Endphase des Zweiten Weltkrieges stattfanden, genannt?
Nur 15 der 3000 noch dort Eintreffenden überlebten die Erschießungen, die zwischen dem 31. Januar und dem 2. Februar 1945 stattfanden. Ein ostpreußischer Augenzeuge sorgte mit seinen Lebenserinnerungen „Der Junge von der Bernsteinküste“ dafür, dass dieses Massaker dem Vergessen entrissen wurde.
3.6. c) Wie heißt der Autor?
Im Zweiten Weltkrieg bauten deutsche Wehrmachtssoldaten das Bernsteinzimmer in St. Petersburg ab und transportierten es nach Königsberg in Ostpreußen. Dort verliert sich seine Spur. Schatzsucher auf der ganzen Welt haben es immer wieder an Bord der „Wilhelm Gustloff“ vermutet, die gegen Ende des Zweiten Weltkriegs von einem sowjetischen U-Boot torpediert und versenkt wurde. Der Untergang des mit rund 10.000 Passagieren - meist auf der Flucht vor der vorrückenden Sowjetarmee befindliche Frauen und Kinder - völlig überfüllten Kreuzfahrtschiffes, zählt zu den größten Schiffskatastrophen der Geschichte. Mehr als 9.000 Menschen starben in den eiskalten Fluten der Ostsee.
3.7.
a) Wann geschah diese Katastrophe?
b) Wie viele Menschen überlebten diese Tragödie?
c) Wochen später wurden damals zwei weitere Flüchtlingsschiffe versenkt, wobei wiederum Tausende den Tod fanden. Wie hießen sie?
d) In dem Tatsachenbericht „Die Gustloff-Katastrophe: Bericht eines Überlebenden“ und in
anderen Werken schildert ein damals jugendlicher Augenzeuge seine Erlebnisse. Wie heißt er?
e) In dem Roman „Im Krebsgang“ widmet sich ein namhafter deutscher Autor dieses Themas.
Wie heißt er?
f) Welche wichtige internationale Auszeichnung erhielt er 1999?
g) Bereits 1993 erhielt er in seiner Geburtsstadt Danzig/Gdansk, die heute zu Polen gehört, zwei Auszeichnungen. Welche?
h) Seit wann ist die Oblast (Gebiet) Kaliningrad, in der Königsberg heute liegt, eine russische Exklave?
|